Sonntag, 19. August 2007

Autostrada del mare

Nach kurzer Veranschiedungszeremonie ging es auf die A14, auch "Autostrada del mare" genannt, die längs des Teutonengrills verläuft (s. links unten auf dem Foto). 6 Millionen Italiener und Touristen waren auf den Straßen und so dauerte es nicht lange bis die beiden Wahltrientiner in einen der vielen Staus gerieten. Unterwegs waren sämtliche Autogrills hoffnungslos überfüllt und die beiden kauften sich während der drei Aufenthalte in den Autobahnraststätten nur Wasser und eingeschweißten Schinken, mit dem sie das mitgebrachte Brot belegten. Die beiden Katzen, Popov und Mischka, schliefen friedlich in ihren Boxen und gegen 17 Uhr waren sie endlich in Trento, wo der Mentalo seine 10 Liter Wein aus dem Auto räumte, einige wenige Anrufe tätigte und zufrieden ins Bett fiel.

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Samstag, 18. August 2007

Agriturismo "La pieve"

Der allmorgendliche Strandbesuch war am letzten Tag sehr entspannend. Der Mentalo surfte im Netz und las, während die Kinder Drachen steigen ließen, was nach Ansicht des Mentalo ob der Nähe der Oberleitungen ziemlich gefährlich war. Die Eltern ließen sie jedoch gewähren. Am Mittag war ein letztes Essen mit der ganzen Familie anberaumt und die drei fuhren oberhalb des Meeres zum Agriturismo "La pieve", der eine herrliche Aussicht auf das Tal von Pedaso und das Meer frei gibt. Das Essen war genauso herrlich. Es wurden nur Vorspeisen und erste Gänge serviert, einer nach dem anderen. Es gab auch "Trippa" (dt. Kutteln), die dem Mentalo zwar schmeckten, doch so viel wie der Pater familias, konnte er ob deren Herkunft jedoch nicht davon essen. Viel Wein wurde auch ausgeschenkt, so dass alle sehr guter Laune waren. Am Abend wurde ein ziemlich schlechter Film mit Beamer auf der Piazza projiziert. Die Deutschen kamen in diesem während der deutschen Besatzung spielenden Film mal wieder mehr als schlecht weg. Das war so stereotyp, dass der Mentalo sich frühzeitig verabschiedete und in seinem Schlafzimmer noch einige Artikel im Espresso las.

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Freitag, 17. August 2007

In Offida bei den Klöpplerinnen und in der kleinsten Gasse Italiens

Am Morgen war wieder Meer angesagt. Der Mentalo kaufte sich den neusten Espresso und las den ganzen Morgen. Im Harddiskplayer spielte Kruder & Dorfmeister, eine von Mentalos Wiederentdeckungen. Der Morgen verging viel zu schnell und am Mittag trafen sich die drei aus Trento mit einem befreundeten Steuerberater, der vor kurzem eine viel jüngere Ukrainerin geheiratet hatte. Ein nervöser Geselle war das, der bei jedem Gang und bei jedem Schluck Wein des Mentalo Kommentare abgeben musste. Als der Mentalo dann einen Espresso bestellte wurde das auch wieder damit kommentiert, dass dieser sich ja schon ziemlich italianisiert habe. "Che palle", wie man hierzulande zu sagen pflegt.
Das Nachmittagsprogramm stand auch schon und die drei fuhren mit Freunden nach Offida, einem kleinen Städtchen auf einem Hügel wo man eine besondere Kirche besichtigen wollte. Als sie dort so gegen 15 Uhr ankamen, war die Stadt fast menschenleer oder - wie Mario Adorf in Kir Royal sagt - mausetot. Nur ab und zu sah man Frauen, die vor ihrer Haustür saßen, eine Stoffkugel, "tombolo" genannt, vor sich hatten und klöppelten was das Zeug hielt. Dort besichtigten sie das Teatro del Serpente Aureo, das städtische Museum, wo ein geklöppeltes Kleid ausgestellt war, das Naomi Campbell getragen hatte und die schon erwöhnte Kirche Santa Maria della Rocca, die aus einer Unterkirche und einer Oberkirche besteht. Danach ging es in die regionale Weinkooperative, wo man Pecorino und Passerina verköstigte und einige Flaschen davon mitnahm.
Auf der Heimreise stand dann noch ein Kurztrip nach Ripatransone an, einem auf ca. 700 m gelegenen Städtchen, das auch ein schmuckes kleines Theater zu bieten hatte und wo sich die engste Gasse Italiens mit 43 cm Breite befindet. Am Ende sahen sie noch einen spektakulären Sonnenuntergang, der auch in der Flickr-Badge rechts zu bewundern ist. Am Abend wurde nicht mehr viel unternommen, man aß und machte noch einen Rundgang durch Monterubbiano, wo man unterwegs mit Verwandten und Freunden plauderte.

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Donnerstag, 16. August 2007

There was something in the air that night, the stars were bright, Fernando

Auch in dieser Nacht hatte der Mentalo den Schlaf der Gerechten geschlafen, will sagen: er war nicht ein einziges Mal aufgewacht. Das musste wohl an der Luft gelegen haben, die hoch oben in Monterubbiano (463 m) besonders gut zu sein schien. Als er nach einer Dusche ins herrschaftliche Wohnzimmer trat, rannte ihm schon der kleine Rudi, der Hund der Dame des Hauses, entgegen und wollte gestreichelt werden. Die Dame verriet ihm dann, dass der Kleine in der Nacht in ihr Schlafzimmer gekommen sei und seine Notdurft leider auf der Bettdecke verrichtet hatte. Das Streicheln fiel daher sehr kurz aus.
Am Meer war es an diesem Morgen besonders schön, da kaum Badegäste da waren und das Wasser glasklar war. Die drei Urlauber blieben bis ca. 13 Uhr am Strand, lasen, surften im Internet oder beobachteten Touristen, was wirklich sehr sehr interessant sein kann. Als der Hunger kam, gingen sie zu Fernando, einem kleinen Restaurant direkt am Meer, wo es herrliche Meeresfrüchte und guten Fisch gab. Dazu tranken sie einen Weißen aus der Gegend, der wie der hiesige Schafkäse Pecorino heißt.
Am späten Nachmittag fuhren sie dann ins nahe gelegene Fermo, einem kleinen Städtchen, das wie Monterubbiano auf einem Hügel gelegen ist. Dort war Markt, doch das,w as angeboten wurde, interessierte den Mentalo wenig. Alles nur Nippes und Tant. Man beschloss also, ein Touristenprogramm zu absolvieren. Zuerst schauten sie sich das herrliche Operntheater an, das für eine so kleine Stadt wirklich ungewöhnliche Ausmaße hat. Dort hat auch schon der große Mario del Monaco gesungen. danach ging es in die Pinakothek, die jedoch wenig überzeugte und schließlich in die historischen Zisternen, die wie ein Bunker unterirdisch gelegen sind und schon in der Römerzeit die Stadt mit Wasser versorgten. Danach kaufte der Mentalo sich seine erste Armani-Unterhose, denn er hatte leider zu wenige Exemplare dieser Unterwäsche eingepackt und er wollte die Unterhose nicht erst wechseln, wenn sie knistert wie eine Chipstüte und müffelt wie ein Puma oder der eben erwähnte Rudi.
Am Abend aß man dann in kleiner Runde und schlenderte noch ein wenig auf der Hauptstraße auf und ab, was man "fare una vasca" nennt, also "eine Wanne machen".

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Mittwoch, 15. August 2007

Ferragosto an der Castelletta

Schon früh war der Mentalo auf den Beinen, wollte er doch die Zeit während des kurzen Urlaubs möglichst ausgiebig nutzen. Der Linksrheinische war auch schon auf den Beinen und so frühstückten sie gemeinsam in dessen Wohnung. Dann ging es zum Strand von Pedaso, wo man sich in der Sonne aalte und ein wenig im Wasser plantschte. Um 11 Uhr, der Linksrheinische hatte es schon angedeutet, fuhren sie in ein anderes Haus, Castelletta genannt, wo am Mittag die ganze Großfamilie erwartet wurde. Als die beiden dort ankamen war nur Onkel Pino da und ein einzelner Tisch stand draußen vor der Tür. Man machte sich sofort an die Arbeit. Es wurde eine lange Tafel für 40 Leute zusammengebaut, die teilweise nur Halt bekam durch einige 2,5 Zoll lange Nägel. Am Ende wurde noch eine Tischdecke darauf ausgebreitet, der Tisch wurde gedeckt, Wein wurde aus 5-Liter-Flaschen in kleinere umgefüllt und schließlich kamen, während das Feuer unterm Grill angezündet wurde, schon die ersten Gäste, denen der Mentalo von Tante Ida einzeln und ausgiebig vorgestellt wurde. Nach und nach füllte sich die Tafel und man begann mit dem Auftischen: Meeresfrüchtesalat, frittierte Krebsscheren, Radicchio-Rissotto, handgeschnittene Spaghetti mit Tomatensoße etc. Gegen 17 Uhr waren dann alle so beseelt von Wein und Essen, dass sich der Mentalo mit den anderen beiden davon machte, um sich im Haus ein wenig auszuruhen. Am Abend gingen sie dann zum Konzert der Dorfkapelle, die auf der Piazza des kleinen Ortes aufspielte. Jedes der Stücke wurde vom Pfarrer des Ortes angesagt und am Ende standen natürlich alle für die Nationalhymne auf.

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Dienstag, 14. August 2007

Auf nach Monterubbiano/Marken

Am Abend fuhr der Mentalo mit dem Linksrheinischen direkt von der Uni in Richtung Monterubbiano. Die Reise verlief ohne weitere Vorkomnisse relativ ruhig und sie kamen so gegen halb elf an. Der Mentalo bezog sein herrschaftliches Zimmer (Fotos in der Flickr-Badge). nach einem Rundgang durch das kleine Dorf in den Marken fielen alle müde ins Bett.

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